Das richtige Fädelmaterial richtet sich nach Bohrung, Gewicht, Beweglichkeit und dem geplanten Abschluss – nicht nach einem einzigen Pauschalwert.
Vier Materialgruppen, vier Stärken
Elastische Schmuckschnur ermöglicht Armbänder ohne Verschluss, reagiert aber empfindlich auf scharfe Bohrungen und ungeeigneten Kleber. Mehrsträngig ummantelter Schmuckdraht trägt viele Ketten und Armbänder mit Verschluss. Perlfaden oder Perlseide eignet sich zum Knoten zwischen Perlen. Gewachste Kordel wird für Schiebeknoten und Makramee verwendet.
Durchmesser und Beweglichkeit abstimmen
Das Material muss durch die kleinste Bohrung passen und darf dort nicht dauerhaft scheuern. Gleichzeitig soll es das Gesamtgewicht tragen und den gewünschten Fall ermöglichen. Ein sehr steifer Draht kann bei einer kurzen, leichten Kette störende Bögen bilden; eine zu dünne Schnur kann in großen Bohrungen unruhig wirken.
Erst den Abschluss planen
Knoten, Quetschperle, Kalotte oder Schiebeknoten verlangen unterschiedliche Materialien. Legen Sie deshalb den Abschluss vor dem Einkauf fest. Eine kurze Probe mit denselben Perlen und Verbindungsteilen ist aussagekräftiger als eine Materialbezeichnung allein.
Kurze Checkliste
- Kleinste Bohrung messen
- Gesamtgewicht abschätzen
- Gewünschte Beweglichkeit bestimmen
- Abschluss vor dem Einkauf festlegen
- Probeverbindung auf Zug testen
